macOS-Ratgeber

macOS-Menüleiste aufräumen: So bleibt oben mehr Platz

Zu viele Symbole in der Menüleiste machen macOS unübersichtlich – vor allem auf MacBooks mit kleinerem Display oder Notch. Mit wenigen Einstellungen kannst du die Leiste deutlich besser organisieren.

Von   Uhr

Die Menüleiste gehört zu den Bereichen von macOS, die du ständig siehst – und trotzdem selten bewusst aufräumst. Mit der Zeit sammeln sich dort WLAN, Akku, Fokus, Bluetooth, Uhr, App-Symbole, Cloud-Dienste, VPN-Tools und kleine Helferprogramme. Gerade auf MacBooks mit Notch oder kleineren Displays kann das schnell eng werden.

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Quickread: Auf einen Blick
  • Die Menüleiste lässt sich in den Systemeinstellungen unter „Kontrollzentrum“ anpassen.
  • Viele Symbole können ins Kontrollzentrum verschoben werden.
  • Mit gedrückter Befehlstaste lassen sich Apple-Symbole entfernen oder neu anordnen.
  • Drittanbieter-Apps verwalten ihre Menüleistensymbole oft in den eigenen Einstellungen.
  • Bei hartnäckigen Symbolen helfen die Anmeldeobjekte in den Systemeinstellungen.

Apple hat die Verwaltung der Menüleiste in neueren macOS-Versionen stärker mit dem Kontrollzentrum verknüpft. Viele Funktionen müssen nicht dauerhaft oben rechts sichtbar sein. Sie können stattdessen im Kontrollzentrum bleiben und nur bei Bedarf geöffnet werden.

Was in die Menüleiste gehört – und was nicht

Eine gute Menüleiste zeigt nur das, was du regelmäßig brauchst oder sofort sehen musst. Dazu zählen etwa Akku, Uhr, WLAN, VPN oder ein Backup-Status. Andere Punkte wie Bluetooth, AirDrop, Stage Manager, Bedienungshilfen oder Bildschirmspiegelung können oft im Kontrollzentrum bleiben.

Öffne dafür die Systemeinstellungen und gehe zu „Menüleiste“. Dort findest du je nach macOS-Version die wichtigsten Optionen für Menüleiste und Kontrollzentrum. Viele Einträge lassen sich dauerhaft anzeigen, nur bei Aktivität anzeigen oder ausblenden. Bei manchen Funktionen gibt es statt eines einfachen Schalters ein Auswahlmenü mit Optionen wie „Immer einblenden“ oder „Wenn aktiv anzeigen“.

(Bild: Screenshot)

Besonders sinnvoll ist die Option „Wenn aktiv anzeigen“. Dann erscheint ein Symbol nur, wenn es wirklich gebraucht wird – etwa bei Fokus, Bildschirmspiegelung oder bestimmten Datenschutzhinweisen.

Symbole direkt aus der Menüleiste entfernen

Viele macOS-eigene Symbole lassen sich besonders schnell entfernen: Halte die Befehlstaste ([cmd]) gedrückt und ziehe das Symbol aus der Menüleiste heraus. Sobald du es loslässt, verschwindet es aus der Leiste.

Das funktioniert vor allem bei Apple-eigenen Statussymbolen. Bei Drittanbieter-Apps klappt es nicht immer, weil diese Programme ihre Menüleistensymbole selbst verwalten. In diesem Fall musst du die jeweilige App öffnen und in deren Einstellungen nach Optionen wie „In Menüleiste anzeigen“, „Menüleistensymbol anzeigen“ oder „Beim Anmelden starten“ suchen.

Kontrollzentrum als Sammelstelle nutzen

Das Kontrollzentrum ist der beste Ort für Funktionen, die du gelegentlich verwendest, aber nicht dauerhaft sehen musst. Dazu gehören etwa AirDrop, Fokus, Bildschirmhelligkeit, Ton, Wiedergabe, Bedienungshilfen oder Bildschirmspiegelung.

Klicke oben rechts auf das Kontrollzentrum und wähle „Steuerelemente bearbeiten“, sofern deine macOS-Version diese Option anbietet. Anschließend lassen sich bestimmte Steuerelemente in die Menüleiste ziehen. Umgekehrt kannst du über die Systemeinstellungen festlegen, welche Punkte lieber im Kontrollzentrum bleiben.

(Bild: Screenshot)

Die Faustregel: Alles, was du nur ein- bis zweimal pro Woche brauchst, muss nicht dauerhaft in der Menüleiste stehen.

Reihenfolge ändern und Platz schaffen

Auch die Reihenfolge der Symbole lässt sich anpassen. Halte die Befehlstaste ([cmd]) gedrückt und ziehe ein Symbol an die gewünschte Position. So kannst du wichtige Einträge nach rechts rücken und selten genutzte weiter nach links verschieben.

Auf MacBooks mit Notch ist das besonders nützlich. Dort kann macOS Symbole ausblenden, wenn nicht genügend Platz vorhanden ist. Je kompakter die Menüleiste organisiert ist, desto geringer ist die Chance, dass wichtige App-Symbole verschwinden.

Uhr, Akku und Kontrollzentrum sinnvoll einstellen

Die Uhr nimmt je nach Darstellung viel Platz ein. In den Systemeinstellungen kannst du festlegen, ob Wochentag, Datum oder Sekunden angezeigt werden. Wer Platz sparen möchte, deaktiviert alles, was nicht nötig ist.

Beim Akku lohnt sich die Prozentanzeige. Sie ist zwar etwas breiter als das reine Symbol, liefert aber deutlich mehr Information. Auf stationären Macs ist sie weniger wichtig, auf MacBooks dagegen oft hilfreich.

Das Kontrollzentrum selbst sollte sichtbar bleiben. Es bündelt viele schnelle Einstellungen und ersetzt mehrere einzelne Symbole in der Menüleiste.

Drittanbieter-Apps prüfen

Viele Programme tragen sich ungefragt in die Menüleiste ein. Typische Beispiele sind Cloud-Speicher, Messenger, Screenshot-Tools, VPN-Clients, Kalender-Apps, Passwortmanager oder Update-Helfer.

Öffne die Einstellungen dieser Apps und prüfe drei Punkte: Soll das Symbol dauerhaft sichtbar sein? Muss die App automatisch mit macOS starten? Gibt es eine Option, das Menüleistensymbol auszublenden?

Gerade bei Programmen, die du selten nutzt, lohnt sich das Aufräumen. Weniger Menüleistensymbole bedeuten nicht automatisch mehr Leistung, aber macOS wirkt dadurch übersichtlicher und ruhiger.

Anmeldeobjekte nicht vergessen

Wenn ein Menüleistensymbol nach jedem Neustart wieder auftaucht, liegt das oft an den Anmeldeobjekten. Öffne die Systemeinstellungen, gehe zu „Allgemein“ und dann zu „Anmeldeobjekte & Erweiterungen“. Dort siehst du Apps, die automatisch starten, sowie Hintergrundelemente.

(Bild: Screenshot)

Entferne nur Einträge, deren Funktion du kennst. Manche Hintergrunddienste gehören zu Programmen, die du weiterhin verwendest. Wenn du hier zu viel deaktivierst, können Synchronisierung, Updates oder Zusatzfunktionen einzelner Apps beeinträchtigt werden.

So sieht eine aufgeräumte Menüleiste aus

Eine sinnvolle Grundausstattung besteht meist aus Uhr, Akku, WLAN, Kontrollzentrum und wenigen App-Symbolen, die tatsächlich wichtig sind. VPN, Backup, Cloud-Sync oder Kalender dürfen sichtbar bleiben, wenn du diese Informationen regelmäßig brauchst.

Alles andere kann ins Kontrollzentrum, in die App-Einstellungen oder ganz aus dem Autostart verschwinden. Das Ziel ist nicht, die Menüleiste leer zu machen. Sie soll nur wieder das anzeigen, was im Alltag wirklich nützlich ist.

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